oh wie gemütlich – es ist feierabend, die beine hochgelegt, ein spannender film oder ein tolles buch – perfekt. doch auf einmal fällt dein blick auf die schokoladentafel – oh wie lecker, jetzt ein stück naschen und alles ist noch schöner.
schon nach kurzer zeit meldet sich eine stimme: „mehr schokolade“ und dann ist sie plötzlich alle. direkt besser geht es dir eigentlich nicht, nachdem du sie aufgegessen hast. warum also?

es gibt eine verhaltenskette – du bewertest etwas (oh leckere schokolade) — ein impuls (wenn ich die jetzt essen, mmmh, glück) — und du handelst (essen).

diese ketten laufen super schnell ab und in vielerlei momenten, die vermutlich deutlich unauffälliger sind, reagieren wir unseren mustern entsprechend. wir sind also auf eine gewisse art und weise „programmiert“. wir lassen uns von diesen programmen steuern. sie sind so stark verankert, dass vieles ganz unbewusst passiert.

diese verhaltensketten nennen die yogis samskaras. das entscheidende ist, dass wir unsere konditionierungen verstehen und erkennen müssen. wie sollen wir achtsam, bewusst und still sein, wenn wir nicht verstehen, dass unser hintergrundprgramm immer aktiv läuft. wir müssen uns vertraut machen mit diesen strukturen. üben, diese ketten immer wieder zu unterbrechen, ganz bewusst zu schauen, ob die jeweiligen bewertungen zutreffen, ob der impuls und die zu erwartende handlung wirklich durch liebe und glück geprägt sind oder einfach nur der gewohnheit folgen.

dieses gesetzt von ursache und handeln nennt der yogi karma – wir können es mit achtsamkeit, stille und aufmerksamkeit schaffen, frei zu werden von diesen mustern.

schokolade bewusst zu genießen, sich für diesen moment zu entscheiden, wäre also ein gutes stück voran auf dem yogaweg und hin zur freiheit!