vairagya = nicht-anhaften bzw. leidenschaftslos…

leidenschaftslos – das kann ich mir nicht vorstellen – einen leben ohne leidenschaft. für mich bedeutet es, dass ich mich wirklich und wahrhaftig über etwas freuen kann, darin aufgehe und begeistert bin. ein leben ohne diese empfindungen kann ich mir nicht vorstellen.

allerdings wenn ich einfach nur das wort betrachte – also etwas, was leiden schafft – komme ich ins grübeln. etwas, was mich mich glücklich macht, soll leiden schaffen? wie ist das gemeint? soll das wohlmöglich bedeuten, dass das was ich mit leidenschaft mache, mich unglücklich macht, wenn ich es nicht tue? vermutlich und dann bekommt das wort leidenschaft eine andere bedeutung.

das, könnte es sein, was patanjali mit dem begriff vairagya ausdrücken will. wir wollen uns davon befreien, dass wir uns abhängig machen von einer gier nach dingen, tätigkeiten und menschen.

glück und zufriedenheit, ebenso zu erleben, auch wenn gerade nicht unser lieblingsmensch bei uns ist, unsere umgebung nicht die ist, die unserem ideal entspricht und ausgerechnet heute der schirm fehlt, wenn es regnet.

wir werden aufgefordert, jeden  moment anzunehmen wir er ist und ihn vollständig zu erleben. uns frei zu machen von idealen und abhängigkeiten von umständen bzw.menschen.

das heißt jeder moment ist perfekt.

allerdings, kann ich mich nicht ganz  befreien, besonders glücklich zu sein, in situationen die „magisch“ erscheinen –  dann erlebe ich diese mit voller hingabe, dankbarkeit und „leidenschaft“ im sinne von all meiner energie und freude, die hier und jetzt da ist.

der lernprozess ist sicherlich das verlangen danach zu zügeln und magie in jedem moment zu finden.

let’s do it!