3:1 – da denkt man doch momentan sofort an ein fußballergebnis.

doch was ich meine, ist das verhältnis von positiven zu negativen gefühlen.

manchmal bekomme ich ein bisschen gänsehaut, und das nicht weil ich es ganz toll finde, wenn ich von positiven gefühlen höre und eine sprache ins spiel kommt, die ein wenig kitschig, blumig und esoterisch einhergeht. ich fühle mich persönlich nicht angesprochen davon, das blühende lotusse in meinem herzen aufgehen und ich meine gedanken durch einen funkelnden wasserfall filtern soll.

für mein empfinden ist die positive sichtweise im leben die, dass ich mich an möglichst vielen, vermeintlich selbstverständlichen, dingen erfreuen möchte und mein blick eher die blume auf meinem weg, als das unkraut zwischen den steinen zielt. meine wahrnehmung soll sich auf der anderen seite jedoch nicht dem schmerz oder leid entziehen.

wir brauchen keine rosarote brille – alles gehört dazu.so weiß ich, dass auch negative und schwierige erfahrungen wichtig sind und mich wachsen lassen. allerdings suche ich nicht gerade danach, sondern bemühe mich immer wieder ganz viel schönes und freudvolles zu entdecken, was ebenso im überfluss vorhanden ist.

kürzlich las ich, dass das verhältnis zwischen positiven und negativen gefühlen bei 3:1 liegen sollte, damit wir uns insgesamt glücklich und zufrieden fühlen.

wie steht es bei dir? wie gehst du auf deine mitmenschen zu, wie nimmst du deine umgebung bzw. umwelt wahr – wie ist es an deinem arbeitsplatz? worauf liegt dein schwerpunkt im erkennen und sehen, wenn du durch das leben gehst?

und wie geht es dir in deiner yogapraxis? bist du auf der suche nach dem, was nicht klappt? nimmst du wahr was geht oder was nicht geht, bzw. nicht so groß, weit, hoch, oder wie auch immer, geht.

wie nimmst du deine „mityoger“ wahr? bist du hilfsbereit, freundlich, machst platz wenn es eng wird und freust dich, dass es gleichgesinnte sind, die mit dir im raum sind – oder fühlst du dich bedrängt und denkst ohne dich hätte ich mehr platz? freust du dich über die frischen blumen oder siehst du eher, dass schon eine blüte schlapp herunter hängt. erkennst du das bemühen, dir eine gute yogazeit zu schenken oder ärgerst du dich, dass gerade heute nicht deine lieblingsasana geübt wird. und so gibt es ganz viel, was man allein schon während des aufenthalts im studio einmal auf positivität oder negativität überprüfen könnte.. wie steht es bei dir? 1:1 – 0:30 – oder wohlmöglich wie beim letzten deutschlandspiel 2:1

viel spaß beim erkennnen deines „spielstands“.