häufig nehmen ich mich viel zu ernst. passiert mir etwas peinliches, oder mache ich einen fehler, würde ich am liebsten im erdboden versinken und habe das gefühl die ganz welt schaut abfällig auf mich herab.

herrje – so wichtig bin ich nun auch wieder nicht. es gibt bedeutenderes, als dass ich etwas falsch mache oder ins fettnäpfchen trete.

seit dem ich mir das sage, empfinde ich es nicht mehr ganz so schlimm und probiere aus, es mit mehr leichtigkeit zu sehen.  und wenn es brenzlig wird, mache ich mir bewusst, dass es schlimmeres gibt und ich bemühe mich spielerisch und humorvoll zu sein.

bleiben wir bei bhujapidasasna (unserer asana des monats juni) und stellen uns vor wir wären kinder – wir hätten etwas neues entdeckt und würden neugierig mit spaß, freude und lachen herangehen. probieren wir aus, unsere ängste vor dem scheitern beiseite zu schieben und üben wir uns im spaß am spiel. lachen wir über uns und nehmen zur kenntnis, dass wir alles ausprobieren können, wir unsere kräfte mobilisieren, geduld kultivieren und dann mit einer großen portion spaß und spiel weiter machen. unabhängig vom ergebnis sondern nur der freude im moment zugetan.

der tag, an dem ein mensch zu lachen vergisst, der tag, an dem der mensch vergisst, spielerisch zu sein, der tag, an dem der mensch zu tanzen vergisst, ist der tag, an dem er aufhört, mensch zu sein. er ist zu einer untermenschlichen spezies abgesunken. spielerei macht ihn leicht. liebe macht ihn leicht. lachen gibt ihm flügel. wenn er vor freude tanzt, kann er die fernsten sterne berühren. kann er die tiefsten geheimnisse des lebens erfahren.

das sind die vier l’s. leben, liebe, lachen – licht. und sie passieren genau in dieser reihenfolge. ( zarathustra – the laughing prophet)