garudasana – eine recht unspektakuläre haltung im yoga – nichts, was for einem sonnenuntergang fotografiert, groß eindruck macht. und doch bietet uns der adler so viele interessante aspekte.

neben dem kleinmachen nach außen, dem bewusstwerden der inneren kraft – ist es auch das wissen, dass ich meiner bestimmung folgen muss, um die schwingen wieder ausbreiten zu können und dem still werden, um balance zu finden.

immer wenn wir auf einem bein stehen, zeigt unser körper uns so genau auf, ob unser geist das zulässt, oder ob wir im inneren zerstreut sind. ein einfacher und doch so klarer spiegel unseres zustands.

haben wir unseren geist entspannt, unseren körper gefühlt, anspannung und hektik losgelassen, klappt es meist ganz gut.

doch was, wenn wir spüren ich bin irgendwie aus der balance gekommen – meinen körper wahrzunehmen fällt mir schwer, weil mein kopf so stark ist – mich zu fühlen oder meine empfinden zu erkennen, ist kaum möglich?

es ist alles hektisch, wild, wirr und durcheinander. mein schreibtisch ist ein einziges chaos, oft komme ich irgendwo an und weiß gar nicht wie ich dahin gekommen bin und mit meinen mitmenschen bin ich mehr in streit, als in harmonie.

irgendetwas läuft schief. wir müssen uns klar machen, dass das außen unser innen spiegelt. es ist weder der schreibtisch, noch die straße und es sind auch nicht unsere mitmenschen schuld – wir müssen erst in uns „aufräumen“ – für ruhe sorgen, um das durcheinander um uns herum in den griff zu bekommen.

still werden, uns fühlen, uns spüren und uns raum geben sind die grundvoraussetzung. unser kopf braucht pausen, damit wir die kleinen schönheiten am wegesrand wieder sehen. wir müssen unserem herzen zuhören, um anderen gehör zu schenken. wir müssen eine balance finden zwischen denken und fühlen/empfinden.

probieren wir es aus und möglichst nicht nur auf der matte 🙂