in den letzten wochen haben wir festgestellt, wieviel kraft wir aufwenden müssen, um die haltung von kobra und heraufschauenden hund einzunehmen. zu spüren, welche stabile basis wir brauchen, um unserer herz zu öffnen und mitgefühl und liebe strahlen zu lassen.

das fasznierende und gleichzeitig vielleicht unheimlich an kobras bzw. schlangen ist ihre fortbewegung.  die sogar eine eigene bezeichnung hat, nämlich schlängeln. weder kriechen, noch gehen, noch sonst was.

kannst du dir vorstellen, das eine schlange sich mit schwung um einen ast dreht oder sich irgendwie abgehakt vorwärts bewegt? sie gleitet weich, macht kurven – keine ecken – die bewegungen sind kontrolliert und geschmeidig.

und genau das ist es doch, was wir in unserer praxis anstreben – wir möchten kontrolliert und geschmeidig von einer haltung in die nächste gleiten. die verbindung zwischen den asanas ist uns genauso wichtig, wie die haltung selbst. pressen wir uns zb in die kobra, werden wir spüren, dass es unserem körper nicht guttut. und das gilt für alle asanas. haben wir nur die endpostion im blick, pushen uns irgendwie hinein und spüren den weg dorthin nicht , entfaltet die haltung kaum ihre ganze wirkung. der bezug zu unserem körper ist gering – nur unser ego strebt nach dem ziel.

was bedeutet es schon am ende in einer asana zu sein, wenn uns das einnehmen der haltung keine freude bereitet. wir keine aufmerksam darauf verwendet haben, wir unserem körper nicht gelauscht haben? nichts – absolut nichts, aus meiner sicht. nicht einzugehen auf die bedürfnisse, sich darüber hinweg zu setzen und uns einfach nur beweisen, dass wir in irgend eine form passen, wozu soll das gut sein?

tja und da ist es wieder – wie leicht, ist der bezug zu unserem leben ausserhalb der matte, zu finden – der abgedroschene spruch : der weg ist das ziel! kommt uns in den sinn.

spürst du das auch in deinem leben? man strebt auf irgendetwas zu, man aktiviert alle kraft, man schafft es mit großer mühe und dann? ein kurzer moment der befriedigung und schon tut sich die nächste herausforderung auf. tunnelblick – kämpfen – ankommen. und soweiter. es hört nie auf. wie schade, wenn wir nur diesen winzigen moment des erreichens genießen – wie schade um die zeit, die wir auf dem weg dort hin nicht freudvoll und bewusst schätzen.

also – wie wäre es einmal das ziel aus dem auge zu verlieren und den weg wirklich und wahrhaftig in das zentrum unserer aufmerksamkeit zu stellen?

schlängeln wir uns durch diese woche…..