kalis geschichte kann uns helfen und verdeutlicht, dass ein kampf andere mittel braucht, als nur pures vernichten wollen.

die götterwelt wurde vom general raktabija angegriffen – dieser dämon hatte jedoch einen schlauen handel mit brahma abgeschlossen. verletzte man ihn, entstand aus jedem tropfen seines bluts ein neuer dämon. und so geschah es. die götterwelt kämpfte und das heer der dämonen wurde immer größer. bis sich vor lauter wut die göttin durga in kali verwandelte. ihr aussehen war wild und gefährlich. große augen, wilde haare und eine lange zunge ließen sie gefährlich erscheinen. außer sich vor wut, leckte sie das blut der dämonen auf, bis letzlich alle bekämpft waren.

was so gruselig und bizar kling, soll uns zeigen, dass wir uns auf das spiel einlassen müssen. akzeptieren müssen, was uns nicht behagt. das negative zu bekämpfen macht es stärker und größer. die akzeptanz macht es schächer und wir können leichter loslassen, weil wir nicht unsere ganze kraft in das dagegen-wehren stecken.

kali war inzwischen in einem blutrausch angekommen, alle getöteten dämonenköpfe hängte sie sich als kette um den hals, aus den armen baute sie sich einen rock. sie war so ausser sich, dass selbst die götter angst bekamen. nur ihr mann shiva blieb ruhig. als sie ihren fuß auf sein herz stellte, beruhigte sie sich und verwandelte sich zurück in durga.

ähnlich auf der matte. immer nur nach asanas zu suchen, die uns nicht gelingen wollen, krampfhaft zu üben nur mit dem ziel der perfektion vor augen, lässt uns das genießen, dessen was sichgut anfühlt und uns wohltut, vergessen.

genieße deinen körper und bringe ihn voller mitgefühl an seine grenze, bleib entspannt, spüre deinen atem und „yoge“ ganz im moment. was sich daraus entwickelt wir ganz erstaunlich sein.