wenn man erzählt, dass man yoga übt erntet man neben häufig kritischen blicken (wobei das erfreulicher weise immer weniger wird) auch immer wieder ein „ommmmm“, welches einem entgegen geschmettert wird.

was hat es auf sich mit diesem om oder aum bzw. was können mantren und das singen für uns tun.

singen im allgemeinen macht einfach glücklich, was man bei vielen versuchen herausgefunden hat und was du sicher auch selbst schon spüren konntest. den klang der eigenen stimme zu hören, das kribbeln im bauch zu fühlen und häufig auch dieses erlebnis der gemeinschaft beim gesang, macht uns froh. musik dringt direkt in unsere herzen – ein umweg über den verstand wird nicht benötigt.

die frage ist, ob es darauf ankommt was man singt, ob man es verstehen muss und ob es egal ist wie es klingt?

wenn du etwas im radio oder sonst wo hörst, was berührt dich? ist es der inhalt des gesungenen oder der klang? bei mir ist es auf jeden fall so, dass die melodie oder das zusammenspiel von instrumenten und gesang entscheiden ist – wenn dann noch ein text dazu kommt, der mich anspricht, um so besser – höre ich allerdings musik deren klang mich eher „abtörnt“, kann der text noch so gut sein – ich möchte es nicht hören. und tatsächlich hat ein japanischer forscher herausgefunden, dass harmonische klänge sogar die form von gefrierenden wasser zu schönen kristallen werden lässt und musik, die schroff, schrill und hart ist keine gleichmäßigen sturkturen bildet.

es kommt also anscheinend eher auf den klang, das tönen an, was uns gut tut.

deswegen kommt es uns im yoga so entgegen, dass aus alter tradition, viele mantra gesänge überliefert sind. wenn das kopfmäßige verstehen des gesungen, nicht so wichtig ist, können wir also aus voller brust diese schönen laute trällern, uns nur auf den klang konzentrieren und durch das ständige wiederholen dieser einfachen silben in einen meditativen und entspannten zustand geraten.

ein einfaches und wunderbares mantra wollen wir in diese woche schmettern – entweder ganz lauf oder ganz still im innerern, wie es dir entspricht.

 

es lautet

ra ma da sa sa say so hung

ich würde mich freuen, wenn du dich darauf einlässt und dieses schöne kribbeln im bauch spürst, dein herz hüpft und dein geist ruhig wird.