immer wieder ertappe ich mich dabei, dinge automatisch zu tun und mit meinen gedanken ganz woanders zu sein.

man könnte sagen, dass ich nicht mit mir unterwegs bin, sondern mit meinen gedanken und den vorgängen in meinem kopf mehr verbunden, als mit mir selbst.

in einer lecture die ich kürzlich besuchen konnte, wurde ich dafür sensibilisiert und der vorschlag von tsakpo rinpoche, mich an die hand zu nehmen, hat mich tief berührt.

anfangs verstand ich sein ansinnen nicht : „wenn du da bist, ist alles da und wenn du nicht da bist, ist nichts da!“  dachte ich der kölner dom ist da, ob ich nun neben ihm stehe oder nicht. doch nach und nach erkannte ich, dass  der dom für mich auch nicht da, wenn ich direkt daneben stehe und ihn nicht erlebe.

wenn ich meine sinne auf ihn richte, meine aufmerksam die größe, schönheit und details erfasst, dann ist der kölner dom wirklich für mich da. schlendere ich vorbei und bin mit meinen gedanken woanders, erlebe ich dieses bauwerk nicht wirklich.

und wie ich ihn erlebe hängt von meiner einstellung zu mir ab, bin ich mit mir unterwegs und mir meiner einzigartigkeit bewusst, dann erkenne ich die unglaubliche kraft und schönheit im dom und in allem anderen.

wie wäre es also, wenn du dich in deiner vorstellung an die hand nimmst, wie eine fürsorgliche mutter ihr kind, mit großer liebe, die nichts einfordert sondern einfach da ist und mit diesem gefühl, das wunderbarste geschöpft auf erden an der hand zu haben ,durch den tag bzw. deine yogapraxis gehst.