ich erinnere mich zurück an meine teenagerzeit (tatsächlich, das klappt  noch :-)) – wir hatten immer einen spruch, wenn irgendetwas schief ging hieß es:“schicksal!“

das war einfach, es klappte etwas nicht, dann war nicht ich schuld, sondern es war einfach mein schicksal, welches vorbestimmt war und punkt.

was meinst du – ist alles schicksal – oder kannst du  dein schicksal selbst in die hand nehmen und einwirken?

nicht so einfach….

aus meiner erfahrung und dem, was ich durch das yoga lernen durfte, ist an allem etwas dran. immer wieder stehen wir an scheidewegen in unserem leben. manchmal sind es riesen kreuzungen mit 4 oder mehr wegen. wir können nicht in der mitte stehen bleiben, sondern müssen in eine richtung gehen und so nehmen wir unser schicksal in die hand und entscheinden uns für rechts. nach einer weile bemerken wir, dass die straße holprig ist. es geht ständig bergauf und bergab, wir kommen nicht so recht „auf touren“ und nach all der mühe endet die straße und wir stellen fest, dass dies nicht der richtige ort ist. unser glück liegt nicht hier. wir kehren um, und biegen diesmal nach schräg links ab. hier kommen wir leichter voran  und die straße ist gesäumt von schönen bäumen – wir fühlen uns wohl und es scheint der rechte pfad zu sein. (wunderbar, wenn es beim gleich beim zweiten versuch klappt). wir sind zufrieden, nehmen unebenheiten als chance und reisen weiter der sonne entgegen.

andere, die wir auf unserer straße treffen, empfinden es genau anders herum. für sie ist diese richtung (schräg links) genauso mühsam, wie für dich die rechte abbiegung. selbstverständlich gibt es auch gefährten, die unsere straße ebenso lieben, uns unterstützen und begleiten. sie biegen jedoch immer wieder in kleinere gässchen ab. man trifft sich hin und wieder – geht aber nicht jeden schritt gemeinsam. (danke an  meine wunderbaren lehrer und mentoren).

wir haben also unser schicksal in die hand genommen – karma – das gesetz von ursache und wirkung – wird beeinflusst von unserem weg, unseren handlungen, unserem denken. wir sind nicht ausgeliefert, wir müssen nichts annehmen. im gegenteil. aus meiner sicht haben wir die pflicht, solange zu laufen, bis wir unseren richtigen weg gefunden haben.

aber warum ist nun mein weg ein anderer als deiner. könnte es sein, dass jeder seine aufgabe bekommt. jeder einer leidenschaft folgen muss, um glücklich und zufrieden zu sein und somit mitgefühl, liebe und toleranz allen gegenüber entwickeln zu können? der begriff dharma bedeutet soviel wie pflicht, verantwortung aufgabe.

begeben wir uns also auf die suche nach unserer aufgabe – horchen wir in uns hinein und nehmen das schicksal in die hand. wir finden den richtigen weg und dann folgt das schicksal uns.