mit „sich selbst auf den arm nehmen“ meine ich keine neue komplizierte asana – nein, ich meine damit, wie wichtig ist es ist, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen.

was wir mit diesem foto tun – wenn das kein lacher ist – kaum wieder zu erkennen und keiner weiß,was los ist….

 

eines der leuchtensten beispiele ist für mich der dalai lama. selten verbinde ich einen menschen so sehr mit heiterkeit, fröhlichkeit und lachen wie ihn.

in vielen videos sehen wir ihn einfach nur lachen und er behaupt von sich, ein professioneller lacher zu sein. er kitzelt politiker bis sie lachen, er legt sich einen kalten waschlappen während einer konferenz auf den kopf und erklärt, wie wunderbar, es sei, wenn einem heiß ist und lässt den lappen dort, während er seine diskussion weiter führt. er selbst tut alles dafür, um in lachende und glückliche gesichter zu schauen, als wäre dies seine wichtigste mission.

ein so kluger mensch, der sich für so entscheidende themen, wie menschenrechte und frieden einsetzt, der der wichtigste „botschafter“ und gelehrte des budhhismus ist und schon so lang für die befreiung tibets einsteht, strebt stets danach andere zum lachen zu bringen.

warum glaube ich, dass das was ich mache, so viel gewicht hat; dass ich meine aufgaben erledigen muss und das wohlmöglich mit einem sehr ernsten gesicht?

wenn ich es wichtiger finden würde, mein umfeld zum lachen zu bringen und eine fröhliche atmosphäre zu schaffen, anstatt in erster linie meine interessen durchsetzen zu wollen, wäre dann nicht vieles so viel leichter?

anderen einen frohen moment zu schenken, sich gut zu fühlen und leichtigkeit in alles zu bringen, gibt es etwas wichtigeres?

stell dir einmal vor, wir würden uns alle nicht so ernst nehmen – was würde passieren?

wohlmöglich würde unser geist sich entspannen und wir kämen uns selbst so viel näher. wir hätten nicht mehr diese strengen anforderungen an uns und alle anderen. ich stell es mir herrlich vor. wollen wir es diese woche mal versuchen?

Yoga Sutra 1.33
maitrī karuṇā mudito-pekṣāṇāṁ-sukha-duḥkha puṇya-apuṇya-viṣayāṇāṁ bhāvanātaḥ citta-prasādanam

„Das Geist-Feld wird geklärt durch die Kultivierung von Empathie, Hilfsbereitschaft, Heiterkeit und Gelassenheit in Situationen von Freude & Leid, Erfolg und Misserfolg.“