es ist nicht so leicht herauszufinden, wie man „richtig“ yoga übt.

während meiner yogareise durfte ich schon so viele verschiedene ansätze und interpretationen von yoga ausprobieren und offen gestanden, verwirrt es mich manchmal…

die einen meinen, ich muss über meine grenzen gehen, mich fordern, mich spüren und durch starke impulse immer das beste aus mir herausholen. nur so sei wachstum nur möglich.

die nächsten plädieren dafür, eher weniger zu machen, sich nicht zu überfordern und langsam voran zu gehen.

wieder andere meinen, noch weniger sei mehr und es wäre ideal nach jeder haltung eine pause zu machen und erst einmal lange nachzuspüren.

„was denn nun?“ frage ich mich wie immer wieder. kann mir denn keiner konkret sagen, wie es richtig ist? ich bin zu der erkenntnis gekommen : NEIN –  wie bei allem, gibt es nicht DIE lösung.

herauszufinden, was für mich richtig ist, liegt in meiner verantwortung. ich muss entdecken, was  mich zufrieden macht. wann habe ich das gefühl, etwas für meinen körper getan zu haben, wonach empfinde ich ruhe im geist und wann spüre ich soetwas wie entwicklung meiner selbst.

ich lade dich ein, mit aller hingabe zu üben – ein urteilen während der praxis zu vermeiden und am ende und nachhinein genau zu spüren, wie es dir geht. wie fühlt sich dein körper an? konntest du dich ganz und gar auf deine haltungen konzentrieren oder ist der geist woanders gewesen? wurdest du berührt? hast du impulse gefühlt, die du auch außerhalb des yogaraums anwenden konntest. bist du zuftrieden mit dir und somit glücklich?

Samtoshâd anuttamah sukha-lâbhah (yoga sutra II.42)

Aus Zufriedenheit gwinnt man unübertroffenes Glück.