social media mag ich wirklich sehr – so viele ideen und inspirationen – ich entdecke was freunde und familie so treiben, auch wenn sie weit verstreut sind und ich finde unglaublich schöne fotos und aufnahmen.

doch manchmal fühle ich mich auch ein bisschen elend und zweifle an mir – da sehe ich yoginis und yogis in den atemberaubendsten posen an spektatkulären orten und ich selbst könnte diese noch nicht einmal bei geschlossener tür, an der wand mit weiteren hilfsmittel ausführen. ich zweifle an meiner disziplin und frage mich, bin ich wirklich eine yogini?

was erwartet yoga von mir, bzw. was erwarte ich vom yoga? oder auch, was macht yoga mit mir?

rückblickend kann ich sagen, dass yoga sehr viel mit mir macht. bezogen auf die körperliche praxis stelle ich fest, kann ich sie nicht tun (weil zb der fuß gebrochen ist), zweifle ich an vielem, gehe ich nicht mehr mit so viel zuversicht und positivität durchs leben und brauche viel mehr antrieb, um etwas zu tun.

auf rein körperlicher ebene hat mir yoga so viel mehr kraft gegeben.

wenn ich regelmäßig übe, spüre ich wie meine lebensgeister erwachen, ich mutiger bin, im verlauf der vergangenen jahre selbstbewußter und gleichzeitig bescheidener. gerade jetzt spüre ich, wie ich diese liste endlos verlängern könnte und noch so viele benefits aufzählen könnte.

ist es da noch wichtig, in abgefahrenen posen schick vor dem sonnenuntergang fotografiert zu werden? was meinst du?

auf der anderen seite, finde ich es auf jeden fall auch wertvoll neugierig zu bleiben, auszuprobieren und die tür einen spalt breit in die welt der komplexeren haltungen zu öffnen – sich immer wieder neuen herusforderungen zu stellen und herauszufinden, was der körper doch alles kann und sich von ihm überraschen zu lassen.

also stellen wir uns den aufgaben auch mit dem wissen, dass das erreichen nicht das wichtigste ist, aber vielleicht mit der idee,  ganz viel unperfektes verbunden mit einer glücklichen ausstrahlung in das world wide web zu senden…..