hin und wieder bekommen wir anrufe mit der frage, wie lange muss ich in einen basic kurs gehen, bevor ich fortgeschritten bin – oder – wie lange dauert es bis ich so beweglich bin, dass ich ins spagat gehen kann. wie lange muss ich üben, bis ich handstand kann. wie lange dauert es bis ich meditieren kann? und so weiter….

meist sind unsere bemühungen mit einem ziel verbunden und es gilt, so schnell und gradlinig wie möglich die ziellinie zu durchbrechen.

da sind unsere antworten auf die obigen fragen eher nicht befriedigend. versuchen wir zur vermitteln, dass erstes, jedes üben so individuell ist, dass man unmöglich einen zeitrahmen festlegen kann und das zweitens, es uns im yoga eher nicht so sehr auf das ergebnis ankommt.

das ist ein schock – was –  ich tue einfach etwas und es kommt nicht darauf an, eine bestimmte haltung möglichst schnell zu erreichen? wozu dann das ganze?

mit beständigkeit etwas zu üben, dieses erleben und sich einlassen auf seinen körper und das akzeptieren, dass meine persönliche praxis sich unterscheidet von der praxis aller anderen im raum. ich bin hier und es meine zeit mit mir. es ist nicht wichtig, wann und ob ich überhaupt jemals in parivrtta trikonasana die hand außerhalb meines fusses ablegen kann – es kommt darauf an gegenwärtig das beste zu geben, das beste für meinen körper und meinen geist. gelassen und aufmerksam zu bleiben auch bei der 100sten wiederholung und jedes mal alles neu zu entdecken.

lasst uns beständigeit, bodenständigkeit, stabilität und ruhe in unsere praxis in dieser woche in den mittelpunkt stellen.